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Informationen und Training zum Thema neue Welt, Freiheit, Selbstbestimmung, neue Geschäftsformen, neue Tätigkeit, Lebensqualität und Raum
Brigitta Trsek

Neue Welt - Du! bestimmst Dein Leben

Informationen und Training zum Thema neue Welt, Freiheit, Selbstbestimmung, neue Geschäftsformen, neue Tätigkeit, Lebensqualität und Raum Brigitta Trsek

AUENLAND PHILOSOPHISCHES 30.12.2021

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Viele werden sich erinnern, dass es vor Monaten zu einer Flutkatastrophe im Ahrtal kam.

Das erste sichtbare Ereignis, wo Politiker so richtig ihr wahres Gesicht gezeigt haben.

die deutschen Bürger haben 220 000 000 Euro an Hilfe gespendet. Laut Anfrage beim Bundesrat, ging das Geld an eine Dachorganisation und wird abzüglich 20%%%%%%%%!!!! Verwaltungsgebühr an die Menschen ausbezahlt. Wieviel davon wirklich (schon) angekommen ist, weiß man nicht.

Das ist mit ein Grund, warum ich eine eigene Spendenaktion für diverse Probleme ( vorzugsweise Jobverlust, Strafen für Widerstand,etc,..) einrichten möchte

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Hier ein sehr berührender Artikel einer Bewohnerin des Ahrtales. Bei denen ist ein teil der NEUEN, GUTEN WELT schon angekommen.

 


Leserzuschrift aus dem Ahrtal:

Warum es nicht so einfach ist, das Ahrtal zu verlassen

…. das Tal verlassen … es ist nicht so einfach, ich habe das Gefühl, dass wir in der Außenwelt nicht mehr zurechtkommen, es ist eine andere Welt hier, hast du selbst die Bilder gesehen…  trist … trotzdem ist es nach 5 Monaten unsere Realität geworden. 

Am rechten Ahrufer gibt es diese Uferlichter, eine Art von Weihnachtsmarkt, eine Erinnerung an die normale Welt, die mir irgendwie künstlich und verlogen erscheint. Alles schön abgeriegelt, damit die Ungeimpften nicht in den Genuss der neuen Normalität kommen. Es fehlt nur das Schild „nur für Geimpfte“. 

Ich vermisse die Zeit nach der Flut, die ersten zwei Monate: ohne Corona, ohne Masken, ohne Abstände. Es mag komisch klingen, aber wir fühlten uns frei, frei mitten in diesem ganzen Elend, in dem Schlamm, in dem Dreck…  und die Menschen redeten miteinander, auch  Menschen, die sich nicht kannten, kamen aufeinander zu, umarmten sich und hatten keine Angst davor, angesteckt zu werden… 

Jetzt ist diese Stimmung vorbei, die Menschen  sind still geworden, wie die ganze Stadt… still, schmutzig und dunkel. Die Mülltonnen quellen über,  niemand kümmert sich darum, Müll liegt überall, die Häuserfassaden  und Schaufensterscheiben sind immer noch verschlammt, wer hat schon Lust, Ruinen zu putzen?  

Ich war  im ersten Monat zu Besuch bei einer  Bekannten, die außerhalb vom Flutgebiet wohnt, ich schaute aus dem Fenster auf den Benachbarten Garten, das Gras war grün, die Blumen leuchtend bunt, am Tisch saßen Leute, tranken Kaffe, Kinder spielten… es kam mir so irreal vor, dass ich zurück wollte, zurück in diese zerstörte Welt, die mir auf einmal menschlicher erschien, als diese bla-bla-Vorstadtidylle. Das kann wohl niemand von außen nachvollziehen. Ein Grund, warum ich kaum Kontakt mit alten Bekannten habe, die in anderen Gegenden wohnen, sie verstehen mich nicht mehr. 

Deswegen wollen wir hier nicht weg, ich will nicht weg, die Welt draußen ist mir fremd geworden … ich kann auch kaum Fernsehen, diese „heile Welt“, die uns ständig präsentiert wird, um unsere Sehnsucht  nach der alten Normalität zu schüren, ist kaum zu ertragen. Überall nur eine  billige Show, nichts ist echt … 

Ich weiß nicht, wie es anderen Menschen geht, viele bemühen sich verzweifelt zu glauben, dass „es wird“, dass alles vorbei geht … „noch ein, zwei Jahre …“ Von wegen. 

Die Nachbarn haben auf dem Balkon einen leuchtenden Christbaum aufgestellt. Das tut gut, es ist ein Symbol der Hoffnung. Aber die Uferlichter tun mir nicht gut, sie lügen.

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27-10-2021

 

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